Kunst & Handwerk

Hinter den dicken Backsteinmauern der St. Marienkirche in Waase auf der Rügeninsel Ummanz verbirgt sich ein echter Schatz: ein gotischer Schnitzaltar, der 1520 in Antwerpen gefertigt wurde und ursprünglich für die Nikolaikirche in Stralsund gedacht war. Doch um 1700 verschenkte man ihn an Ummanz. Sehenswert in der 1440 erbauten Kirche sind auch die Wandmalereien, die aus der Zeit um 1470 stammen. Im Schatten der Marienkirche, hinter der alten Küsterei, befindet sich die einzige Töpferei auf der Insel Ummanz. Im reetgedeckten Stall des denkmalgeschützten Pfarrensembles verkauft Töpfermeisterin Susan Schmorell ihre leuchtend weißen mit landschaftstypischen Motiven bemalten Produkte. Wer mehr über diese Fayencemalerei und das Drehen auf der Töpferscheibe erfahren möchte, kann der Kunsthandwerkerin und ihren Mitarbeiterinnen in der „Alten Küsterei” in Waase, direkt gegenüber dem Laden, auf die Finger schauen. Dort können sich Besucher auch selbst beim Drehen auf der Töpferscheibe und der Aufbaukeramik versuchen. Möglich ist auch ein Kurs in der Aquarellmalerei bei der Künstlerin Cornelia Ciechocki. Wer wissen möchte, wie die Häuser der Menschen früher ausgesehen haben, sollte Freesenort im Westen von Ummanz besuchen. Das malerische Örtchen mit seinen vier denkmalgeschützten Häusern ist eines der letzten noch ursprünglich erhaltenen Fischerdörfer.

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Ummanz-Keramik

Ein Handwagen weist den Weg zum Laden der Ummanz-Keramik >

Rügeninsel Ummanz